Bildungssoziologie

CfP Soziologiekongress 2021 Wien

Schüler*innen ohne Schule – (Bildungs-)Strategien Heranwachsender unter Pandemiebedingungen

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CfP Workshop SGS 2021 Genf

Regionale Differenzen in den Bildungsangeboten, Zulassungsbedingungen und Bildungsverläufen in der Schweiz: Ursprünge, Governance und Folgen

Regula Julia Leemann und Irene Kriesi

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Das Forschungskomitee Bildungssoziologie der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie setzt sich für die soziologische Analyse des kulturellen, sozio-strukturellen, historischen, institutionellen und organisationellen, politischen sowie ökonomischen Kontextes von Bildungsprozessen und ergebnissen auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene ein, und zwar sowohl innerhalb wie ausserhalb der Schweiz. Dabei kann Bildung sowohl als Explanans als auch als Explanandum von sozialen Beziehungen, sozialen Tatsachen und sozialen Problemen betrachtet werden.

Auf gesamtgesellschaftlicher Makro-Ebene liegt das Interesse beim Beitrag, den Bildung an die Gesellschaft leistet (Stabilität, Ungleichheit), bei der Dynamik und dem Verhältnis zwischen verschiedenen sozialen Systemen (vor allem zwischen Bildung, Familie und Arbeitsmarkt/Wirtschaft), beim sozialen Wert von Bildung (z.B. Statuserwerb bzw. zuweisung), bei der Rolle des Staates, der Bildung bereitstellt, sowie beim gesellschaftlichen Wandel. Auf Meso-Ebene sollen Funktion und Wandel von Bildungsorganisationen ebenso untersucht werden wie Professionsaspekte der im Bildungssektor Tätigen (z.B. Curricula, Rekrutierung, Selektion und Leistungshomogenisierung, Kulturen, Professionalisierung). Auf Mikro-Ebene stehen soziale Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden, Eltern und Schulleitungen sowie deren Bildungsentscheidungen im Zentrum des Interesses, ebenso der Beitrag von Bildung zur Stärkung der individuellen Autonomie.

Das Forschungsfeld der Bildung umfasst eine breite Palette von Bildungsprozessen und ergebnissen in informellen (z.B. Familie, Gleichaltrigengruppe, Freizeit, Arbeitsplatz), formalen (u.a. Kinderkrippen und Kindergärten, Primarschule, Sekundarschulen, Mittelschulen, berufliche Erstausbildung, Hochschulen, Höhere Berufsbildung, Weiterbildung) wie auch in nicht-formalen, extra-curricularen Settings (z.B. Jugendarbeit, Privatunterricht, kommerzielle Bildungsangebote).

Die Analyse von Bildungsprozessen umfasst individuelle Lernprozesse und –laufbahnen, die in familiale, regionale, nationale und internationale Opportunitätsstrukturen eingebettet sind. Auf institutioneller Ebene beinhaltet diese Analyse auch die Erarbeitung von Lehrplänen und die Implementation von bildungspolitischen Entscheidungen und Reformen auf allen sozialräumlichen Ebenen (von der Gemeinde bis zu transnationalen Strukturen). Akteure und Entscheidungsträger des Bildungssystems können sowohl Individuen als auch Institutionen sein (Gruppen, Organisationen, Netzwerke, Staaten, etc.).

Die Ergebnisse von Bildung können intendiert oder unintendiert sein und in verschiedenen verkörperten, institutionalisierten und symbolischen Formen gefasst werden (z.B. kulturelles Kapital, Know-how, Fähigkeiten, Kompetenzen, Qualifikationen, Zertifikate, Bildungsstufen etc.).

Das Forschungsnetzwerk Bildungssoziologie macht sich stark für umfassende Analysen von Bildungsprozessen und –ergebnissen im Kontext von sozialen Beziehungen und sozialer Ungleichheit (nach Geschlecht, Migrationshintergrund, Herkunft, Schicht, Alter, etc.), wobei Intersektionalität, sozialer und institutioneller Wandel und sozialräumliche (lokale, regionale, nationale, internationale) Variabilität berücksichtigt werden sollen. Das Netzwerk analysiert Bildungsprozesse vor dem Hintergrund der Logiken verschiedener sozialer Kontexte und Diskurse (Bildungsmärkte, Leistungsmeritokratie, Bildungsgemeinschaften, Effizienz, Zivilgesellschaft, etc.). Prozesse und Wirkungen des Bildungssystems können auch in Beziehung stehen mit dem Zugang zu Ressourcen, Macht und Status in anderen Systemen (besonders dem Arbeitsmarkt) oder in der Zivilgesellschaft als solcher.

Das Forschungskomitee Bildungssoziologie der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie setzt sich für die soziologische Analyse des kulturellen, sozio-strukturellen, historischen, institutionellen und organisationellen, politischen sowie ökonomischen Kontextes von Bildungsprozessen und ergebnissen auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene ein, und zwar sowohl innerhalb wie ausserhalb der Schweiz. Dabei kann Bildung sowohl als Explanans als auch als Explanandum von sozialen Beziehungen, sozialen Tatsachen und sozialen Problemen betrachtet werden.

Auf gesamtgesellschaftlicher Makro-Ebene liegt das Interesse beim Beitrag, den Bildung an die Gesellschaft leistet (Stabilität, Ungleichheit), bei der Dynamik und dem Verhältnis zwischen verschiedenen sozialen Systemen (vor allem zwischen Bildung, Familie und Arbeitsmarkt/Wirtschaft), beim sozialen Wert von Bildung (z.B. Statuserwerb bzw. zuweisung), bei der Rolle des Staates, der Bildung bereitstellt, sowie beim gesellschaftlichen Wandel. Auf Meso-Ebene sollen Funktion und Wandel von Bildungsorganisationen ebenso untersucht werden wie Professionsaspekte der im Bildungssektor Tätigen (z.B. Curricula, Rekrutierung, Selektion und Leistungshomogenisierung, Kulturen, Professionalisierung). Auf Mikro-Ebene stehen soziale Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden, Eltern und Schulleitungen sowie deren Bildungsentscheidungen im Zentrum des Interesses, ebenso der Beitrag von Bildung zur Stärkung der individuellen Autonomie.

Das Forschungsfeld der Bildung umfasst eine breite Palette von Bildungsprozessen und ergebnissen in informellen (z.B. Familie, Gleichaltrigengruppe, Freizeit, Arbeitsplatz), formalen (u.a. Kinderkrippen und Kindergärten, Primarschule, Sekundarschulen, Mittelschulen, berufliche Erstausbildung, Hochschulen, Höhere Berufsbildung, Weiterbildung) wie auch in nicht-formalen, extra-curricularen Settings (z.B. Jugendarbeit, Privatunterricht, kommerzielle Bildungsangebote).

Die Analyse von Bildungsprozessen umfasst individuelle Lernprozesse und –laufbahnen, die in familiale, regionale, nationale und internationale Opportunitätsstrukturen eingebettet sind. Auf institutioneller Ebene beinhaltet diese Analyse auch die Erarbeitung von Lehrplänen und die Implementation von bildungspolitischen Entscheidungen und Reformen auf allen sozialräumlichen Ebenen (von der Gemeinde bis zu transnationalen Strukturen). Akteure und Entscheidungsträger des Bildungssystems können sowohl Individuen als auch Institutionen sein (Gruppen, Organisationen, Netzwerke, Staaten, etc.).

Die Ergebnisse von Bildung können intendiert oder unintendiert sein und in verschiedenen verkörperten, institutionalisierten und symbolischen Formen gefasst werden (z.B. kulturelles Kapital, Know-how, Fähigkeiten, Kompetenzen, Qualifikationen, Zertifikate, Bildungsstufen etc.).

Das Forschungsnetzwerk Bildungssoziologie macht sich stark für umfassende Analysen von Bildungsprozessen und –ergebnissen im Kontext von sozialen Beziehungen und sozialer Ungleichheit (nach Geschlecht, Migrationshintergrund, Herkunft, Schicht, Alter, etc.), wobei Intersektionalität, sozialer und institutioneller Wandel und sozialräumliche (lokale, regionale, nationale, internationale) Variabilität berücksichtigt werden sollen. Das Netzwerk analysiert Bildungsprozesse vor dem Hintergrund der Logiken verschiedener sozialer Kontexte und Diskurse (Bildungsmärkte, Leistungsmeritokratie, Bildungsgemeinschaften, Effizienz, Zivilgesellschaft, etc.). Prozesse und Wirkungen des Bildungssystems können auch in Beziehung stehen mit dem Zugang zu Ressourcen, Macht und Status in anderen Systemen (besonders dem Arbeitsmarkt) oder in der Zivilgesellschaft als solcher.

Koordinationsteam:

Barbara Fouquet-Chauprade (Universität Genf)

David Glauser (Universität Bern)

Chantal Hinni (Universität Freiburg)

Irene Kriesi (Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung, Zollikofen)

Philippe Losego (Pädagogische Hochschule Vaud, Lausanne)

Mario Steinberg (Universität Basel und Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW)

Ehemalige Mitglieder des Koordinationsteams:

Farinaz Fassa (Universität Lausanne)

Christian Imdorf (Leibniz Universität Hannover)

Carmen Zurbriggen (Universität Luxemburg)

Kontakt für allgemeine Anfragen: education@sgs-sss.ch

Kontakt für Newsletterbeiträge: Fanny Marila Klaffke (Pädagogische Hochschule FHNW, Muttenz) oder newsletter.education@sgs-sss.ch